Tagesgeld anlegenWas ist Tagesgeld?Tagesgeld ist eine Geldanlage, die bestimmte Charakteristika aufweist. An erster Stelle wird das Tagesgeld verzinst. Dies kann monatlich, vierteljährig oder ganzjährig geschehen. Zudem kann der Zinsverrechnungszyklus wieder als Zinsenzins mitverzinst werden. Die Verzinsung beim Tagesgeld ist meistens höher als bei anderen Geldanlageprodukten, wie beispielsweise eines Sparbuches. Jedoch ist hier zu beachten, dass die Geldinstitute den Zinssatz täglich ändern. Zwar locken Banken die möglichen Neukunden mit einem festen Zinssatz, um diese als Kunden zu gewinnen. Doch gilt der Zinssatz nur für einen gewissen Zeitraum (häufig drei bis zwölf Monate).Nach Ablauf dieser Frist wird dann das Guthaben zum aktuellen Zinssatz verzinst. Zudem verfügen Sie beim Tagesgeld über keine Kündigungsfrist. Demnach können Sie mit sofortiger Wirkung und täglich über das gesamte Anlagevermögen verfügen, sowie umgehende Auflösung des Kontos anordnen. Ferner besteht für den Anleger die Möglichkeit täglich über sein Tagesgeld - ohne dass es nachteilige Auswirkung auf die Verzinsung der restlichen Beträge nach sich zieht, zu verfügen. Dies kann zum einen durch eine Überweisung geschehen, die das Tagesgeld führende Bank vom Tagesgeldkonto auf das Girokonto tätigt. Zum anderen kann diese Verfügung mit einer Bankkarte am Bankautomaten vollzogen werden. Die Überweisung kann jedoch nur bei der gleichen Bank durchgeführt werden, bei der sowohl das Tagesgeldkonto als auch das Girokonto besteht. Sämtliche Anlagen auf dem Tagesgeldkonto sind gesetzlich gesichert. Wird eine Bank insolvent, so wird durch die bundesdeutsche Gesetzgebung sichergestellt, dass das angelegte Vermögen gesichert ist. Das Geld kommt dann aus den Einlagesicherungsfonds, dessen Finanzierung über die Volksbanken, Raiffeisenbanken, Landesbanken und anderen Bankinstituten durch freiwillige Beiträge erfolgt. Die Anlageform des Tagesgeldes ist sowohl für Privatperson als auch für Geschäftskunden eine interessante Möglichkeit, Zinserträge zu erwirtschaften und gleichzeitig aus dem Anlagevermögen Investitionen zu tätigen. Letztere wählen diese Anlageform, damit sie flexibel bleiben. So können Unternehmer, bei unvorhersehbaren Ausgaben, über unmittelbaren Zugriff auf Ihr Tagesgeldkonto verfügen. Der grundlegende Unterschied zu einem Girokonto, bildet die fehlende Zahlungsfunktion – das heißt, Sie können keine Überweisungen tätigen oder Geldbeträge an Geldautomaten abheben. Somit erfreuen sich Tagesgeldkonten immer größerer Beliebtheit. Gerade die Flexibilität und Unabhängigkeit sind Eigenschaften, die gerade bei jüngeren Menschen Zuspruch finden. Vorteile eines Tagesgeldkontos als GeldanlageZum einen ist die Tagesgeldanlage durch hohe Verzinsung des Kapitals attraktiver als jedes andere Anlageprodukt. Zudem zeichnet es sich durch Sicherheit dank gesetzlicher Einlagesicherung aus. Zum anderen bietet die tägliche Verfügbarkeit und fehlender Kündigungsfristen ein hohes Maß an Flexibilität. Steuerliche AspekteBis Ende 2008 wurden die aus einem Vermögensanteil in Tagesgeld erwirtschafteten Zinsen der Zinsabschlagssteuer in Höhe von 30% veranlagt. Im Rahmen der Jahressteuererklärung werden die Zinserträge dann definitiv mit dem individuellen Steuersatz versteuert. Diese führt dann entweder zu einer Rückerstattung oder zu einer nachträglichen Differenzbesteuerung. Jedoch besteht die Möglichkeit, wie bei all den anderen Arten der Geldanlage, beim kontoführenden Kreditinstitut einen Freistellungsauftrag zu beantragen. Damit sollen die Steuern eingespart werden. Die Zinserträge, die im Rahmen dieses Sparerfreibetrages erwirtschaftet wurden, sollen steuerfrei eingefordert werden können. Der höchste Freistellungsumfang (Sparerfreibetrag + Werbungskostenpauschale) beziffert sich für Unverheiratete 801 Euro. Für Verheiratete Paare bei gemeinsamer Veranlagung beläuft sich dieser auf 1.602 Euro. Seit 2009 unterliegen auch Zinserträge, wie sie der Anleger etwa auf einem Tagesgeldkonto erzielt, der Abgeltunssteuer. Die Obergrenze bildet das dann als Sparerpauschbetrag bezeichneten Freibetrages von 801 Euro pro Person. Es sie hier noch erwähnt, dass die kontoführende Bank die Steuer, welche 25% zuzüglich 5,5 % Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag, direkt an das zuständige Finanzamt abführt. Auch hier kann sich der Anleger mit mäßigem Steuersatz, die zu viel abgeführten Steuern im Rahmen seiner Einkommenssteuererklärung vom Finanzamt zurück erstatten zu lassen. Um Zinserträge innerhalb des Sparerfrei- bzw. -pauschbetrages steuerfrei einfordern zu können, sollte der Anleger einen Freistellungsauftrag für Kapitalerträge bei seinem kontoführenden Geldinstitut stellen. Dieser Freistellungsauftrag sagt aus, in welcher Höhe, das Geldinstitut dem Anleger, die Kapitalerträge steuerfrei auszahlen soll. Der Anleger kann dann diesen Freibetrag, selbstständig auf alle Anlageformen und Kreditinstitute aufteilen, bei denen er Konten oder Depots besitzt. Es ist jedoch zu beachten, dass der Maximalbetrag insgesamt nicht überschritten werden darf. Im Falle, dass kein Freistellungsauftrag für das Tagesgeldkonto gestellt wird, werden die entsprechenden Steuern abgeführt. Der Anleger kann sich die Steuern dann im Rahmen der Einkommenssteuererklärung zurück erstatten lassen. Für Anleger, die über kein oder nur ein sehr knappes Einkommen verfügen, gibt es außerdem die Möglichkeit, einen Antrag auf sogenannte Nichtveranlagungsbescheinigung zu stellen. Diese können sie dann bei ihrer Bank einreichen. Die Bank kann dann die Zinsen und Dividenden, die oberhalb des Freibetrages liegen steuerfrei an den Anleger auszahlen. Tagesgeld KonditionenBei Angeboten zu Geldanlagen steht zumeist das Renditeversprechen im Fokus. Die Rahmenbedingungen finden sich dann im sogenannten „Kleingedruckten“. Dabei sind diese Rahmenbedingungen von erheblicher Bedeutung: Gebühren, Mindest- oder Maximaleinlagen wirken sich nachteilig auf die Anlageerträge aus. Zunächst ist es zu beachten, welche Anlageform welche Rahmenbedingungen bietet. Tagesgeldkonten sind meist gebührenfrei und bieten vergleichsweise hohe Erträge. Anlagen mit fester Laufzeit, sogenannten Festgeldkontos, bieten meist höhere Erträge, allerdings steht Ihnen das Geld für den vereinbarten Zeitraum nicht zu Verfügung. Im Vergleich zum Tagesgeldkonto bietet das klassische Sparbuch deutlich schlechtere Konditionen. Dabei sollten sie immer die Konditionen bei verschiedenen Banken vergleichen. Erhebt eine Bank Gebühren auf Transaktionen, wirkt sich dies nachteilig auf Ihre Anlageerträge aus. Nach Möglichkeit sollten Sie bei Ihrer Geldanlage nicht an Minimal- oder Maximaleinlagen festgelegt sein. Ein von der Anzeige abweichender Anlagebetrag führt sehr oft zu einem deutlich kleineren Zinssatz. Insofern ist für den Anleger ein vom Anlagebetrag unabhängiger Zinssatz besser. Damit das Geld ertragsmaximal angelegt ist, sollte der Anleger auf den angebotenen Zinssatz achten sowie weitere Konditionen beachten und vergleichen. Der Bankenvergleich - Filialbanken und OnlinebankenHeute bietet sich den Kunden die Wahl zwischen Filial- und Onlinebanken. Im Bankenvergleich zeigt sich, dass beide Optionen von Finanzinstituten verschiedensten Ansprüchen gerecht werden. Beim Onlinebanking verwaltet der Kunde das Geld über das Internet. Überall, wo ein Internetzugang möglich ist, ist es dem Kunden möglich auf sein Konto zu zugreifen – und das 365 Tage im Jahr. Bei einem Bankenvergleich werden Sie feststellen, dass Onlinebanken oft vorteilhafte Rahmenbedingungen in Form von höheren Zinsen und kleineren Gebühren als Filialbanken bieten. Im direkten Vergleich schneiden die Filialbanken häufig schlechter ab, da diese an feste Öffnungszeiten gebunden sind. Es ist den meisten Kunden außerordentlich wichtig, ihre Finanzen flexibel verwalten zu können und nicht an feste Öffnungszeiten der Banken gebunden zu sein. Demnach fällt die Wahl bei immer mehr Kunden nach einem Bankenvergleich auf eine Onlinebank. Das Tagesgeldkonto einfach und schnell eröffnenHaben Sie sich nach dem Bankenvergleich für das Tagesgeldkonto bei einer Bank entschieden, verläuft die Eröffnung schnell und unkompliziert: Sie brauchen nur das Formular mit ihren individuellen Angaben und Daten Ihres Girokontos auszufüllen. Anschließend drucken Sie Ihren Postident-Formular aus. In Kombination mit Ihrem Personalausweis müssen Sie sich dann bei der Deutschen Post ausweisen. Dies ist ein unkomplizierter und kostenloser Vorgang. Alle notwendigen Unterlagen zur Eröffnung Ihres neuen Tagesgeldkontos werden dann von der Deutschen Post an die betreffende Bank weiter geschickt. Ist das Postident-Verfahren abgeschlossen, können Sie Ihr Tagesgeldkonto aktivieren. Manche Banken führen im Vorfeld, um sicherzustellen, dass Sie autorisierten Zugriff auf das Tagesgeldkonto haben, einen Girokontotest durch. Dabei wird Ihnen ein kleiner, meist EuroCent-Betrag auf Ihr Girokonto überwiesen. Diesen Betrag müssen Sie dann bei Ihrer ersten Anmeldung im Onlinebanking angeben. Jetzt haben Sie vollen Zugriff auf Ihr Tagesgeldkonto und können somit Einzahlungen tätigen. |